Freitag, 4. März 2016

01-03.03.2016 Pazifik und die kaputte Mutter

Morgens sind wir wieder zur Werkstatt, dort haben wir abgekoppelt und das Auto auf die hebe Bühne gepackt.
Allerdings waren in der Zwischenzeit so Ca. 3 Stunden vergangen, die hatten das Ersatzteil immer noch nicht da. Wir mussten uns ein Hostel über die Nacht suchen, sie wollten nicht, das wir in der Werkstatt schlafen. Nach einiger Zeit sind wir "downtown" fündig geworden. Abends waren wir in einem witzigen Restaurant, mit dem schlechtesten Service den man sich nur vorstellen kann. Die alte ist für zwei Tassen Tee (Nachbartisch) insgesamt 5 mal hin und her gelaufen, eigentlich hat sie jedes Teil einzeln zum Tisch gebracht. Bei uns lief es nicht anders ab. Das Essen war leider auch nicht so der bringer und wir wären lieber wieder zu Mc Donalds gegangen....
Morgens haben wir ein Voltmeter für die Fahrerkabine gekauft, denn unsere Lichtmaschine funktioniert zwar immer doch nicht immer wird auch die Batterie geladen. Dann ging es wieder zur Werkstatt, es gab Gute und schlechte Nachrichten, die gute, die Servolenkung geht wieder, die schlechte, die neuen Stoßdämpfer müssen bis Santiago de Chile warten, denn nur dort gibt es diese speziellen Heavy Duty Teile. Auch die Pumpe für die Servolenkung konnten sie nicht 100%ig abdichten, denn den passenden Simmerring gab es auch nicht. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, denn wir verlieren nur sehr wenig Hydrauliköl. Es gibt im Norden von Chile eine Freihandelszone in der man sämtliche Autoteile sehr günstig bekommt. Dort werden wir eine neue Pumpe und Stoßdämpfer kaufen und selber einbauen.
Wir haben den Tag im Internet Café verbracht und sind am Abend als alles fertig war noch nach Puerto Varas gefahren. Dort gab es noch quesadillas und Buritos von so einer Bude, sehr lecker. 
Am nächsten Tag haben wir entlang des Sees etwas "Heimat" genossen. Hier haben sich vor 150 Jahren sehr viele deutsche angesiedelt und man kann heute noch viel davon sehen. Es gibt eine Feuerwehr, Kuchen und Apfelstrudel und den ein oder anderen Club Aleman. Eines der Highlights war, wie soll es auch anders sein, das Hostal Klein.


Nach zwei Stück Kuchen ging es weiter Richtung Osorno und von dort nach Bahia Mansa. Nach einigen steilen Straßen sind wir an einem schönen Fluss gelandet, dem Rio Sur. Eigentlich wollten wir am Strand ( Pazifik) stehen, doch der war nirgendwo ordentlich zugänglich und wenn es gegangen wäre, dann war es verboten sich dort mit dem Auto hin zu stellen. Auf der Fahrt ist uns aufgefallen, das die Lenkung sehr viel Spiel hat und nach einem Check am Straßenrand, konnten wir das Problem lokalisieren. Es ist eine Mutter, deren Gewinde nicht mehr gut ist und deswegen an diesem Gelenk zu viel Spiel ist. Jetzt müssen wir in Osorno wieder zu einem Ersatzteilladen (Repuestos) gehen und dort eine neue Mutter besorgen. Eigentlich haben die Jungs in der Werkstatt einen guten Job gemacht, doch so ein Schlagschrauber ist eben nicht bei jeder Schraube oder Mutter die beste Wahl. Keine Angst, die Mutter ist mit einem Splint gesichert und kann nicht abfallen.
Wir haben mitten in der Nacht neue Nachbarn bekommen, ein paar einheimische, die hier noch eine wilde Party gefeiert haben. Am Morgen sahen wir dann keine 20 Meter von unserem Auto entfernt, einen Pickup und zwei Zelten.Die Wiese auf der wir stehen ist riesig aber diese Deppen müssen sich genau neben uns stellen und die ganze Nacht Party machen. Das ist wieder Typisch für Südamerika, du stehst malerisch schön und die Stimmung ist zum Seele baumeln lassen und dann kommen ein paar einheimische und drehen die Musik auf und hinterlassen ihren Dreck wie Schweine.

Sind gerade in Osorno, Lenkung geht wieder, wie am ersten Tag. Es war nur die Mutter, die zu locker saß.
Geht gleich weiter nach Valdivia

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